Der Maibaum

Bildquelle: r.by Christian Beuschel /pixelio.de

Am 1. Mai oder einen Tag vorher wird jedes Jahr in vielen Gegenden Deutschlands der Maibaum auf dem Dorfplatz aufgestellt. Dazu findet dann meistens ein Dorffest statt. Der Maibaum selbst sieht in den einzelnen Orten immer anders aus. In ländlichen Gebieten wird er noch mit Muskelkraft aufgestellt. In den meisten Städten ist das mittlerweile verboten und es kommen Autokräne oder Holzvollernter zum Einsatz. Die Stämme sind meistens geschält und werden mit Tannengrün, Krepp-Papier und Girlanden geschmückt. Es gibt aber auch Bäume ohne Verzierung und die Rinde bleibt am Baum. 

Direkt vor dem Aufstellen wird der Baum oft in einer Prozession durch das Dorf getragen und auf einem zentralen Platz aufgestellt. Der Maibaum bleibt normalerweise bis etwa Ende des Monats Mai stehen, kann aber auch bis zum Herbst oder in Bayern das ganze Jahr stehen bleiben.

Wenn der Baum am Vorabend des 1. Mai aufgestellt wird, dann wird meistens der Maitanz veranstaltet. Die Zuschauer trinken Bier und essen Bratwürste und die Burschen stellen den Baum auf.

In den Alpenländern gibt es auch den Brauch des Maibaumkraxelns. Sportliche junge Männer klettern auf den Maibaum hinauf und holen irgendwelche oben angebrachten Bänder oder anderes für ihre Liebsten herunter.

Bildquelle: Wikimedia Maibaum-Spruch am Maibaum in Tegernbach / Public Domain

 

Liebesmaien

Außerdem gibt es auch in verschiedenen Gegenden den Brauch das die jungen unverheirateten Männer des Ortes der Dame ihres Herzens einen kleinen Maibaum, den Maien, vor das Haus stellen. Meistens sind es Birken oder auch im Oberschwäbischen Tannen, die als Gunstbeweis aufgestellt werden. Sie werden auch mit bunten Bändern geschmückt, die Bedeutung der Farben der Bänder ist wohl verloren gegangen. In manchen Gegenden wird auch ein Maiherz aus Holz oder festem Karton angebracht, in dem dann der Name der Angebeteten eingraviert und/oder eine Zuneigungsbekundung geschrieben wird.

Dieser Maibaum bleibt bis zum 01. Juni stehen und wird dann vom Aufsteller abgeholt. Meistens lädt dann die Frau den Mann zu einem Essen und Bier ein. In manchen Gegenden bekommt er auch einen Kuchen von der Mutter, vom Vater einen Kasten Bier und von der Angebeteten einen Kuss. Nachdem der Baum "ausgelöst" wurde, kann die Frau eine dünne Scheibe vom Stamm absägen und als Erinnerungsstück behalten, bevor der Baum abtransportiert wird.

In einem Schaltjahr kann es auch umgekehrt sein und die weiblichen Jugendlichen oder Frauen stellen ihrerseits Maibäume auf.

Heutzutage wird dieser Brauch wohl nicht mehr so gepflegt, dass heisst, auch wenn die Frauen Maibäume als Gunstbeweis bekommen, entsteht daraus keine Beziehung. 

 

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