Hildegard von Bingen empfängt eine göttliche Inspiration und gibt sie an ihren Schreiber weiter.

Bildquelle: wikimedia gemeinfrei

 

Wer war Hildegard von Bingen?

 

Hildegard lebte von 1098 bis 1179 und war eine der großen Mystikerinnen des Mittelalters. Sie war nicht nur eine gelehrte Kräuterfrau, eher ein Universalgenie, denn sie war Dichterin und Musikerin, Ärztin und Naturforscherin, Äbtissin und weltgewandte und lebensbejahende Rednerin und Ratgeberin vieler Mächtiger ihrer Zeit.

 

Schon mit acht Jahren kam sie zur Erziehung in das Benediktinerinnenkloster auf dem Disibodenberg. Im Alter von 16 Jahren entschied sich Hildegard für ein Leben im Orden des heiligen Benedikt. 1136 wurde sie Äbtissin ihres Klosters und versah dieses Amt 43 Jahre lang. Allerdings erweiterte sie ihre Klosterfamilie durch Gründung eines Kloster auf dem Rupertsberg und in Eibingen.

 

Hildegard besaß auch eine visionäre Begabung und Begnadigung. Mit Fürsten und Äbten, Päpsten und Kaisern stand sie im Briefwechsel. Auch als Predigerin reiste Hildegard durch die Lande. So heißt es, hielt sie bespielsweise auf dem Markt in Trier und vor dem Dom in Köln eine Rede.

 

Hildegard starb am 17. September 1179. Die damals verworrenen Zeiten ließen keinen Heiligsprechungsprozeß zu, 300 Jahre nach ihrem Tod wurde sie in das Verzeichnis der Heiligen aufgenommen.

 

Allen, die sich mit der lateinischen Sprache schwertun oder zu Schulzeiten getan haben, sei es zum Trost gesagt:

Die gelehrte Frau konnte wegen mangelhaften Lateinkenntnissen ihre Bücher und ihre 300 Briefe nicht selber schreiben, sondern mußte einem Sekretär diktieren. Trotzdem hat sie es zur Patronin der Sprachforscher und Esperantisten gebracht.

 

Die Klostermedizin der heiligen Hildegard von Bingen wird heute wieder viel beachtet und Dutzende von Büchern verschaffen den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der heilkundigen Ordensfrau Popularität.

 

Herzwein-Rezept:

man nehme einen Liter Weißwein und 12 Stängel glatte Petesilie, koche das Ganze mit zwei Löffeln Apfelessig auf und gebe dazu noch 350 gr Blütenhonig.

 

Hildegards Herzwein ist ein vortrefflich herzstärkendes Mittel!

 

Ein Zeitungsartikel  des "Donau Kurier"  im September 1995

 

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