Der Heilige Nikolaus - Gedenktag 6.12. Seite 2

Nikolaus von Myra (russische Ikone von Aleksa Petrov 1294) Wikemedia

 

Schutzpatronate

Nikolaus ist der Schutzpatron von den Völkern Russen, Kroaten und Serben und von Regionen wie Süditalien, Bari, Lothringen. Außerdem von den folgenden Berufen, Seefahrer, Binnenschiffer, Kaufmann, Rechtsanwalt, Apotheker, Metzger, Bäcker, Getreidehändlern, Dreschern, Pfandleihern, Juristen, Schneidern, Küfern, Fuhrleuten, Salzsiedern. Nikolaus ist der Patron der Schüler, Studenten, Pilgern und Reisenden, Liebenden, Gebärenden, der Alten, Ministranten, Kindern, von Dieben, Gefängniswärtern, Prostituierten und Gefangenen. Alle Hansestädte haben den Heiligen Nikolaus als Schutzpatron gewählt.

Fest

Das Fest des Heiligen Nikolaus ist kein gesetzlicher Feiertag. In Spanien ist er arbeitsfrei, weil am 06.12.1978 die spanische Verfassung ratifiziert wurde. In Finnland ist arbeitsfrei und Nationalfeiertag, weil sich Finnland am 06.12.1917 für unabhängig erklärte. In Luxemburg haben die Kinder der Vor- und Grundschule bis zum 12. Lebensjahr frei.

Nikolaus als Geschenkebringer

Da der Heilige Nikolaus der Schutzpatron der Kinder ist, hat sich daraus das Brauchtum des Geschenkebringers entwickelt. Der Nikolaus fragt die Kinder, ob sie denn auch brav und fromm gewesen wären. Wenn sie dies bejahen, erhalten sie Geschenke. Verneinen sie das erwartet sie die Rute. Der Nikolaus oder Weihnachtsmann hat ein großes goldenes Buch, in dem genau drin steht, ob die Kinder im vergangenen Jahr brav oder böse waren. In unserer Familie müssen die Kinder dann auch ein Gedicht aufsagen, ein Weihnachtslied singen oder spielen. Der Nikolaus ist entweder jemand aus der Familie oder man lädt einen ehrenamtlichen oder bezahlten Nikolaus oder Weihnachtsmann ein, der die Kinder ermahnt. Mit der Rute werden die Kinder dann nur symbolisch bestraft. Zum Schluß kommt dann immer die Bescherung. Manche Nikoläuser machen sich auch einen Spaß daraus den Vater mit der Rute zu verhauen. Jedenfalls ist das immer ein großes Gelächter.

Schiffchen setzen, nennt man den seit dem Mittelalter bekannten Brauch ein Papierschiffchen zu basteln, in der Nikolaus seine Gaben legen kann. Man nimmt an, das dieser Brauch auf das Schifferpatronat zurück geht. Auf vielen Schiffen befindet sich auch heute noch ein Bild des Heiligen Nikolaus.

Im Alpengebiet kommt der Nikolaus auch oft nicht alleine, sondern hat Krampusse, Engel, Nikoloweibl, Buttnmandl oder den Knecht Ruprecht im Gefolge. In den niederdeutschen Gebieten der Niederlande ist der Zwarte Peter (Schwarze Peter) der Helfer von Sinterklaas. In Ostpreußen gab es auch den Schimmelreiter. Bullerklas im Norddeutschen, Beelzebub, Pelzebock, Hans Muff im Rheinland, Hans Trapp im Elsass, Housecker im Luxemburgischen, Pe`re Fouettard in Frankreich, Rupelz (in Rüpelz) in Deutschlothringen, Pelznickel am Mittelrhein, Klaus im Allgäu, Schmutzli in der Deutschschweiz. Manche ähneln teilweise dem Ruprecht oder andere bilden den Übergang zum Krampusbrauch. Im südlichen Raum gibt es auch den alemannischen Kinderfresser (Chindlifrässer) und der bayrischen Butzenbercht oder Schiachperchtenfiguren, die mit Nikolaus und Ruprecht erscheinen.

Eine Ausnahme ist der Pelzmärtel im Frankischen, der in ähnlicher Erscheinung dem Heiligen Martin gleichgesetzt wird und am 11.11. dem Martinstag erscheint. In manchen Nachbarregionen kommt der Pelzmärtel aber auch als Nikolausbegleiter. 

Geschenkesammeln

Am 06.12. gibt es aber auch den Heischebrauch. Am Abend verkleiden sich Kinder als Nikolaus und ziehen von Haus zu Haus. Die Hausbewohner versuchen zu erraten, wer sich in der Verkleidung verbirgt. Die Kinder erhalten dann einen kleinen Geldbetrag oder Süssigkeiten geschenkt. Um Kassel heißt das Glowesabend (Klobesabend) im Siegerländer Platt "Kloas".

In der Stadt Bremen findet spät nachmittags das Sunnerklauslaufen (Nikolauslaufen) statt. Verkleidete Kinder laufen von Geschäft zu Geschäft und sagen einen plattdeutschen Spruch auf und bitten um Süssigkeiten.

Weiteres Brauchtum


 Bildquelle: wikimedia

Ein Schlüsselanhänger mit Bildnis des Nikolaus von Myra als Schutzpatron der Seefahrer.

In einigen reformierten Gebieten der Schweiz, wie in Appenzell Ausserrhoden im Berner Oberaargau und im Züricher Oberland kommt um Neujahr der Silvesterklaus. Dabei wurde das Heiligenbrauchtum mit dem Neujahrsbrauchtum verknüpft.

Im Gams bei Hieflau (Ennstal/Gesäuse, Steiermark) ist am 21.12. der Thomasnikolo. Der Nikolaus wird vom heiligen Thomas, Apostel, ersetzt, das sonstige Brauchtum (Sackträger, die Nikolofrau, der Greis, die Thomashutzn (Vogelgestalt) und einige Krampusse, dies ähnelt den Berchtesbadener Bräuchen.

Es gibt noch viele andere Bräuche, aber dies würde hier zu weit führen. Falls es dich interessiert, kannst du hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_von_Myra

noch weitere Bräuche finden.

   
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