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Johanniskraut - Hypericum perforatum

 echtesjohanniskraut

Bildquelle: Wikepedia

 

 

Das echte Johanniskraut hat eine große Heilwirkung. Die Pflanze ist schon seit über 2000 Jahren bekannt. Sie wirkt gegen Nervosität, innerer Unruhe, Schlaflosigkeit, Blasenbeschwerden und  Fieber. Durch höhere Dosierung kann Johanniskraut sogar Depressionen lindern. Johanniskrautöl hilft gegen Wunden und Hautgeschwüre. In der Neurodermitis wird die Pflanze erfolgreich gegen Juckreiz eingesetzt. Medizinisch werden die frischen Blüten für Johannisöl und die getrockneten Blüten verwendet. Sie werden aus ost- und südeuropäischen Ländern importiert.

Der Name Hypericum (griech. hyper = über, eikon = Bild) kommt daher, daß in früheren Zeiten das Johanniskraut zum Schutz von Geistern über Götterbildern angebracht wurde. Die gelben Blütenblätter sehen aus, wie wenn sie mit vielen, vielen Punkten übersät sind, bestehend aus Öl- und Harzdrüsen. Diese Perforierung ergibt den Rest des Namens perforatum. Den deutschen Namen hat es, weil es zur Sonnenwende (Johanni = 24. Juni) zu blühen beginnt. Es wird auch Sonnwendkraut genannt.
 
Am Häufigsten ist das gemeine Johannis- oder Tüpfeljohanniskraut. Es gibt bis 400 bekannte Arten, davon zehn in Mitteleuropa. Die Pflanze kann bis zu 90 Zentimeter hoch werden. Ihr Stängel ist oben verzweigt. Wenn das Licht durchscheint, wird die Perforierung sichtbar. Die Blüten besitzen lange und viele Staubblätter.
 
Als "fuga daemonum" auch Teufelskraut, Hexen- oder Walpurgiskraut fand es im Mittelalter bei der Teufelsaustreibung Verwendung. Die Kranken litten vermutlich unter depressiven Verstimmungen, die sich in schweren Stimmungsschwankungen äußerten, was damals als Besessenheit angesehen wurde.
 
Laut einer Legende entstand die Pflanze aus dem Blut Johannes des Täufers. Diese Vorstellungen sowie die vielen Namen, die der Pflanze gegeben wurden, gründen wahrscheinlich auf der Tatsache, dass aus den Blüten, wenn man sie zwischen den Fingerspitzen verreibt, ein blutroter Saft austritt, der die Haut blutrot färbt.
 
Auch Paracelsius, kannte die beruhigende Wirkung des Johanniskrauts und gab ihm den Namen "Arnika der Nerven".
 
Forscher der Freiburger Universitäts-Hautklinik berichteten in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet", dass Hyperborin, ein Wirkstoff aus Johanniskraut das Wachstum verschiedener "grampositiver" Bakterien im Labor gehemmt hätte. Außerdem würde Hyperborin sogar gegen den gefürchteten Keim "Staphylococcus aureus" helfen, wo Antibiotika häufig versagten. Die Forscher berichteten, dass der Pflanzenwirkstoff bereits in niedrigen Konzentrationen wirkt und gut verträglich ist. Bei "gramnegativen" Bakterien und Pilzen der Gattung Candida albicans zeigte Hyperforin aber keine Wirkung.
 

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